Donnerstag, 29. November 2018

Rezension "Scherben der Dunkelheit"


Titel: Scherben der Dunkelheit
Autorin: Gesa Schwartz
Genre: Fantasy
Verlag: cbt (Verlagsgruppe Random House)
Seitenanzahl: 592
Erscheinungsdatum: 25.09.2017
ISBN: 978-3-5701-16485-3
Preis:17,99€


Klappentext

Die sechzehnjährige Anouk verbringt die Ferien in einem kleinen Dorf in der Bretagne. Kurz nach ihrer Ankunft gastiert der Dark Circus in der Nähe: ein geheimnisvoller Zirkus, der im Dorf für seine düsteren und besonderen Vorstellungen bekannt ist. Auch Anouk gerät schnell in seinen Bann und damit in einen Kosmos, den sie kaum für möglich hielt: Eine magische Welt öffnet sich vor ihr, in der sie den mysteriösen Zauberer Rhasgar kennenlernt. Doch der Dark Circus birgt mehr, als Anouk ahnt. Bald schon schwebt sie in tödlicher Gefahr und weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Denn es gibt keine Regeln im Dark Circus bis auf eine: Nichts ist, wie es scheint.


Meine Meinung

Der Anfang des Buches hat mir eigentlich richtig gut gefallen. Die Beschreibungen waren super, man konnte sich richtig in der Geschichte verlieren. Man wurde richtig gefesselt! Und dann kam Anouk. Sie ist eine von diesen Protagonistinnen, die ich wenig leiden mag. Sie hätte sympathisch werden können, aber irgendwo hat die Autorin die falsche Abzweigung genommen und Anouk ist zu einer richtigen Heulsuse mutiert. Leider ist es mir dadurch schwer gefallen, in die Geschichte einzutauchen, denn Anouk empfand ich einfach als anstrengend und nervig. Auch Rhasgar, der Magier und typische Anti-Held konnte mich leider nicht überzeugen. Ihre Liebesgeschichte hat den bittere Beigeschmack einer Bella/Edward-Kopie. Natürlich ist Anouk dem coolen und unnahbaren Rashgar gleich verfallen, auch wenn er ihr gefühlt hundert Mal versucht deutlich zu machen, dass er gefährlich für sie ist und sie sich von ihm fernhalten muss. 
Teilweise konnte ich ihre Aktionen nicht nachvollziehen, sie handelt sinnlos und wie ein Kind. Ausrede für alles ist die Trauer um ihren Bruder. 
Alle anderen Figuren waren viel sympathischer und ich habe immer wieder mit Freude von ihnen gelesen. Anouk hat meine Lesefreude allerdings wieder gedämpft. Alle hoffen auf ihr Talent und darauf, von ihr gerettet zu werden, obwohl sie sie gerade erst entdeckt hat. Die Hauptidee ist also nicht die Erfindung des Rads. Leider wurde mir auch nicht besonders klar, warum ausgerechnet Anouks Fähigkeiten so außerordentlich toll sind. Warum einige dieser wirklich mächtigen Verbündeten es nicht schon allein geschafft haben, aus diesem Teufelskreis „Dark Circus“ auszubrechen, ist mir schleierhaft. Alles in allem eine sehr schwache Protagonistin, die man nur schwer mögen kann. 
Viel über die Handlung kann man nicht sagen, denn die meiste Zeit über trainiert Anouk oder suhlt sich im Selbstmitleid. Der gesamte Rest wirkte total zusammengewürfelt und einfach zu viel des Guten. Schade. 
Den Schreibstil fand ich ganz schön. Der hat die Geschichte überhaupt erst lesenswert gemacht. Die guten Seiten ihres Schreibstils haben mich erst dazu gebracht, die völlig überstürzte Romanze zwischen Anouk und Rhasgar einfach erstmal hinzunehmen um abzuwarten, wie sich das alles entwickelt.


Danke an cbj für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 

✫✫✫/ 5 Sternen

Dienstag, 20. November 2018

Stadtmensch oder Landei: REZENSION "Shinrin yoku"

Im September 2013 bin ich aus Köln in das wirklich sehr schöne Meersburg gezogen. Dort wohnte ich zunächst in einer kleinen 1-Zimmer Wohnung in einem alten Hotel und Konditorei. Jeden Morgen wurde ich vom Duft von frisch gebackenen Kuchen begrüßt. Leider gab es zu viele Nachteile, als dass diese kleinen Freuden, das Landleben besser gemacht hätten. Kurze Zeit später sind René und ich dann zusammengezogen, in eine nette kleine 2-Zimmer Wohnung direkt in der Altstadt. Klingt romantisch. Ist es aber eher weniger. Im Sommer ist es uns kaum möglich sonntags mal frische Brötchen auf dem Tisch zu haben, denn durch den Tourismus sind die Regale der Bäckerei schon um 9 Uhr morgens restlos leergefegt. 


Früher war ich immer im Glauben gewesen, ich sei ein Landei, denn die Stadt war mir oft zu laut, die vielen Menschen um mich herum störten meinen Flow. Der Bodensee ist natürlich genau der richtige Ort für Menschen, die ihren eigenen Raum brauchen, aber genau hier liegt leider auch das Problem. Als "Zugezogener" wird es einem nicht besonders leicht gemacht, Teil der Nachbarschaft zu werden und dort jemanden kennenzulernen. Ich bin durch Köln etwas ganz anderes gewohnt. Da wird man überall herzlich begrüßt, man lacht und man erzählt miteinander. Und selbst, wenn es einem manchmal etwas unangenehm ist, dass die Kölner so offen und herzlich sind, dann begrüße ich das doch mehr als in sich gekehrte, misanthrope Eigenbrödler. 
Ich bin  froh, dass ich wieder ein Teil der Stadt geworden bin, wo alles gut erreichbar ist, wo ich mir mal eine Pizza holen kann, wenn ich Lust darauf habe, wo ich irgendwelchen Freizeitaktivitäten nachgehen kann. Solche Möglichkeiten bot das Leben am Bodensee für mich kaum. Den See werde ich allerdings ein bisschen vermissen. 

Und obwohl ich nun nach diesem Selbstexperiment erkannt habe, dass ich wohl ein Stadtmensch bin, brauche ich die Natur für meinen inneren Ausgleich. Genau hier setzt das neue Buch von Annette Lavrijsen "Shinrin Yoku" an. 



Autor/in: Annette Lavrijsen
Titel: Shinrin Yoku - Waldbaden. Die heilende Kraft der Natur
ISBN: 9783785726358 
Verlag: Bastei Lübbe
Einband: Hardcover
Preis: 16,00€



Shinrin Yoku ist japanisch und bedeutet übersetzt „ein Bad in der Atmosphäre des Waldes nehmen“ – oder kurz „Waldbaden"

Klappentext

In Japan ist Shinrin Yoku, das Baden in der Waldluft, bereits anerkannte Therapie gegen körperliche und psychische Leiden – und die Wissenschaft bestätigt ihre Wirksamkeit. Zu Shinrin Yoku gehört aber auch, sich emotional auf den Wald einzulassen, denn wir können von der Natur viel lernen, etwa über unseren Hang zu Perfektion und Schönheit, das Wertschätzen der Gegenwart oder unseren Umgang mit Vergänglichkeit. Annette Lavrijsen bringt uns mit leichter Hand wissenschaftliche und philosophische Hintergründe von Shinrin Yoku nahe und schlägt eine Brücke zwischen europäischer Waldliebe und japanischer Kultur.


Meine Meinung

Mir persönlich hat das Buch so unglaublich viel gegeben. Ich gehe sehr gerne spazieren, schalte ein bisschen ab. Aber im Unterschied zu einem "normalen" Spaziergang geht es beim Waldbaden um viel mehr. Während ich mir beim Spazierengehen über dies und das Gedanken machen, versuche neue Ideen für bestimmte Dinge zu sammeln oder mich auch unterhalte, hält sich der Mensch beim Waldbaden für eine bestimmte Zeit im Wald auf ohne ein Ziel zu haben. Das heißt, wir  werden ein Teil des Waldes, baden in seiner Atmosphäre und dazu müssen wir nichts können oder leisten, nur Da-Sein.

"Wenn man die Natur wahrhaft liebt, so findet man es überall schön." Vincent van Gogh

Wir lesen nicht nur die unglaublich spannende und lehrreiche Geschichte darüber, wie die Autorin zum Shinrin Yoku gekommen ist und für dessen Studium extra nach Japan gereist ist, sondern zu Anfang bekommen wir auch einen guten Eindruck, was für physische Leiden Hektik, Lärm und Stress bei uns auslösen können. Anhand von dem alten Wissen der japanischen Kultur betrachtet sie die Elemente Erde, Wasser, Feuer, Wind und Leere, die sich in Körper, Geist, Herz und Seele widerspiegeln. 
Kleine Übungen sollen uns helfen, den nächsten Waldausflug optimal für uns zu nutzen und wieder mit uns ins Reine zu kommen. Nicht nur philosophisch ist das Buch ein Highlight für mich, es schneidet auch die Themen der Achtsamkeit, japanische Mythen und Kultur und das Leben eines jeden Menschen im heutigen Zeitalter. 
Die 240 Seiten in kurzweiligen Kapiteln und Abschnitten kann man ganz entspannt angehen und fühlt sich danach rundum erholt.
Mal abgesehen vom Inhalt ist das Buch wunderschön aufgemacht. Nicht nur das Cover und die Innenseite des Buchdeckels sind ein Hingucker, auch die zahlreichen Abbildungen, Darstellungen und Bilder sind, jedes für sich, ein kleines Kunstwerk, in dem man sich verlieren kann.

Und wie siehts bei euch aus? Liebt ihr eher das bunte Treiben der Stadt oder genießt ihr lieber die Ruhe des Landlebens? 

✫✫✫✫ / 5 STERNE





Donnerstag, 25. Oktober 2018

REZENSION "TASTY"


Titel: Tasty - Das Original
Originaltitel: Tasty – Latest & Greatest
Originalverlag: Random House
Seiten: 192 Seiten 
ISBN: 978-3-517-09732-9
Preis: 17,00 €
Verlag: Südwest
Erscheinungsdatum:  30.07.2018




Autor

Tasty ist das weltweit größte soziale Online-Netzwerk im Bereich Food: Mehr als 90 Millionen Menschen sehen sich die einfachen und leckeren Video-Rezepte auf Facebook an. Die Marke ist darauf ausgerichtet, das Kochen praktisch und einfach für Anfänger und erfahrene Köche zu machen. Seit dem Start 2015 hat Tasty mehr als 65 Milliarden Videoaufrufe zu verzeichnen und erreicht jeden Monat einen von vier Facebook-Nutzern. Der deutsche Facebook-Kanal “Einfach Tasty” hat 2,5 Millionen Follower. (Quelle: Random House)


Meine Meinung 

Bisher hatte ich von Tasty nichts gehört, aber das Buch hat gleich meine Neugierde geweckt. Natürlich habe ich es gleich mal gegoogelt und dabei bin ich über einige tolle Videos gestoßen, die wahrscheinlich außer mir jeder kennt 😅. Anders als bei den meisten Rezeptideen schienen die meisten Gerichte auf den ersten Blick neu zu sein, denn viele davon kannte ich noch gar nicht 🍱🍛🍤. Währenddessen hatte ich schon unzählige Rezepte gebookmarkt, die ich besonders interessant fand. Wäre gar nicht nötig gewesen, denn das Kochbuch vereint die 80 beliebtesten Rezepte von Tasty, die in 9 Sektionen unterteilt wurden ☝.

  • Party
  • Landküche
  • Süßes
  • Klassiker
  • Vegetarisch
  • Die Besten
  • Aus aller Welt
  • Trendiges
  • Bälle und Ringe


Meine Lieblingsrezepte, die ich im Internet mit einem Lesezeichen versehen habe, habe ich auch hier wiedergefunden. Die Umsetzung scheint tatsächlich machbar, wenn man ein bisschen Zeit mitbringt. Die Zutaten sind auch nicht allzu speziell, heißt aber nicht, dass die Rezepte nicht klasse sind 👅! 
Besonders gut gefällt mir, dass es Grundrezepte gibt, die abgewandelt werden können, somit kann man unterschiedliche Varianten eines Rezeptes kreieren. Das Buch ist wohl besonders für Menschen geeignet, die gerne einfach Mal etwas Neues ausprobieren und experimentieren.
Durch den Internetauftritt hätte ich allerdings erwartet, dass es zu allen Rezepten ein Bild gibt, denn besonders das Visuelle ist für mich bei einem Kochbuch wichtig. Ich möchte durchblättern und sagen können "Das sieht lecker aus, darauf habe ich heute Lust!" Dies ist leider nicht der Fall. Im Gegensatz zu vielen anderen Kochbüchern findet man hier auch weder Infos zum Schwierigkeitsgrad, noch zu Zubereitungs- oder Garzeiten. 
Alles in allem aber ein gelungenes Kochbuch mit vielfältigen Rezeptideen. 😋

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Südwest Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



✫✫✫✫/ 5 STERNEN






















Sonntag, 21. Oktober 2018

BTS KONZERT

Was soll ich sagen?! Dieses Konzert geht sicher in die Geschichte ein, in meine Geschichte! Ich hab mich kaum mal auf so etwas gefreut wie auf dieses Konzert und all meine Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sie wurden übertroffen... Aber vielleicht von Anfang an.
Dass wird überhaupt dort sein konnten, grenzt an ein Wunder. Googelt man "Bts Berlin Tickets" wird euch schnell klar, dass das Konzert innerhalb von 4 Minuten ausverkauft war. 4 Minuten! René und ich saßen vor knapp einem halben Jahr vor 4 Geräten und haben verzweifelt versucht, an Karten zu kommen. Erst zwei oder drei Tage nach diesem Desaster hatten wir dann das Glück, dass wir jemanden gefunden haben, der genau die Karten verkauft hat, die wir haben wollten. Bei einem Konzert steht man,  wir gehen ja nicht in die Oper .
Die Fahrt zum Konzert war relativ entspannt und ging mit dem Zug erstaunlich schnell. Das, was uns vor der Arena erwartet hat, kann man nur als heilloses Chaos beschreiben.  Armys so weit das Auge reichte, Schlangen bis ins Nirvana und trotzdem wusste niemand, wo man sich anstellen musste. Hab dann nach einem Crew Member gesucht und ihm mit Händen und Füßen zu entlocken versucht, wo die Schlange für die Stehplätzler ist. Naja, viel schlauer war ich danach immer noch nicht. Wir haben uns dann einfach auf gut Glück angestellt . Unsere Taschen mussten wir dann auch noch abgeben, weil sie angeblich zu groß waren, dabei hatte ich nur meine Brille und meinen Geldbeutel dabei (und der ist nie gefüllt. Schade für jeden Taschendieb).
Wir haben einen richtig guten Platz bekommen! Von dort aus, konnte man die Jungs perfekt sehen . Die Stimmung war richtig geil, man hätte das Konzert auch ohne die Band laufen lassen können, denn die Armys haben bis zum Beginn gesungen.
Als sie dann auf der Bühne erschienen... Es kam mir alles vor wie in einem Traum. Sie sahen genauso perfekt aus, wie in jedem ihrer Videos und sie waren einfach so ultra süß. Wie kann man so rundum perfekt sein?!  Die Show war natürlich grandios, die Songauswahl genau die, die ich mir gewünscht habe, und das Bühnenbild war klasse. Wir haben gefühlt 20 Tonnen Konfetti und 30 Milliarden Luftschlangen abbekommen!
Es war einfach alles perfekt. Kookie hatte sich schon vor der Show verletzt, aber er hat trotzdem so gut es ging performed. Und immerhin kann ich behaupten, ich habe Jeon Jungkook gesehen.
Wer Lust hat, kann sich die Bilder und Videos anschauen, die sagen nämlich mehr als 1000 Worte .
Die Heimreise war wider aller Erwartungen gut, ein bisschen anstrengend aber gut. Im Fernbus habe ich wenigstens ein bisschen schlafen können, immerhin hatten wir schon 2 Uhr nachts. Um kurz nach 5 waren wir dann zuhause. Am Morgen kam mir alles vor wie ein Traum. Es wird unvergesslich bleiben.
Wenn die Jungs das nächste Mal hier sind, dann werde ich wieder auf das Konzert gehen, soviel ist sicher, egal wie ich an diese Tickets komme . 

@Lara: Es war so schön, dich getroffen zu haben. Danke, für die tollen Sachen, die du mitgebracht hast. Das nächste Mal stehen wir nebeneinander !








Dienstag, 16. Oktober 2018

Meine FBM

Auf Instagram habt ihr euch einen Blogeintrag über meine FBM Erlebnisse gewünscht und natürlich komme ich dem Wunsch super gerne nach, denn es war wirklich ein Jahreshighlight für mich. Vielleicht also von Anfang an❓

Die  Reise begann für uns, René und mich, mit einer wirklich netten ICE-Fahrt. Bisher bin ich noch nie so entspannt mit der Deutschen Bahn gefahren, lag vermutlich daran, dass wir in der ersten Klasse saßen. 4 Stunden fuhren wir in Richtung Frankfurt mit einwandfreiem W-lan, mit dem wir eine Netflix-Session eingelegt haben. Sich einfach mal zurücklehnen und die neusten Folgen Riverdale schauen.... was ein Leben!
In Frankfurt checkten wir im Hotel ein, was sich als gar nicht mal so einfach herausstellte, da es Probleme mit der Reservierung gab. Aber alles halb so wild. Letztendlich saßen wir in unserem Zimmer und sind ins Bett gefallen,  mittlerweile hatten wir schon fast 1 Uhr morgens.
Am Messetag, der Samstag für uns, haben wir erst einmal ein bisschen länger geschlafen und sind dann ein etwas planlos durch Frankfurt gelaufen, auf der Suche nach einem guten Frühstück.  In der Zeit strömten schon Massen auf die FBM.
So um 10 haben auch wir uns dann auf die Socken gemacht und sind in die Messehalle gegangen.
Um 11:30 waren wir am CARLSEN Stand mit Jennifer Wolf und Isabell Schmitt-Egner verabredet und ich habe mich sooo gefreut sie endlich wiederzusehen. Seit unserem ersten Kontakt zueinander durch das NO RETURN Fotoshooting habe ich die beiden richtig ins Herz geschlossen ❤. Am Stand wurden wir dann erst einmal von Pia Cailleau, der Verlagschefin von CARLSEN IMPRESS, abgegriffen und wir mussten ein paar Fotos vor der IMPRESS Coverwand machen. Tatsächlich haben uns so viele Leute wiedererkannt, kaum zu glauben. Also ich hätte mich nicht erkannt 😅.
Bis zu Jennis Signierstunde haben wir die FMB unsicher gemacht, haben Katharina Wolf zum zweiten und nicht zum letzten Mal an diesem Tag gesehen.  Gleich beim Reinkommen sind wir nämlich schon das erste Mal auf sie gestoßen. Mit Jasmin, Jana, Julie und alle, die wir sehen wollten, haben wir Zeit verbringen können ❤️. Das nächste Mal bitte länger und dann machen wir auch vernünftige Fotos 📸.
Nach einem kurzen Rundgang durch die Animehalle haben wir uns auf dem Hof mit Ina Taus und Sven Krüdenscheidt getroffen. Mit Ina habe ich schon so viel geschrieben und sie ist einfach eine unglaublich nette und tolle Person! Sven genauso! Hab mir dann gleich seinen Roman "Trusting you" unter den Nagel gerissen 😂.
Während Jenni am CARLSEN Stand ihre Signierstunde hatte, sind wir mit ein paar anderen Bookstagramern auf Erkundungstour gegangen, sind dann sogar auf weitere getroffen und haben ein spontanes Bookstagramtreffen mitten auf dem Gang eingelegt.


René und ich sind auch Natalie Elin, mit ihrem obergeilen Southside Serpents Shirt, besuchen gegangen. (Ich bin immer noch neidisch, Naughtynaty!) Es war toll dich zu treffen, und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein 😘.
Zusammen mit Isa und Jenni sind wir dann (wieder!) auf Katharina Wolf getroffen und konnten uns endlich ein bisschen mit ihr am FOREVER Stand unterhalten #bestesfotoever!
Von der Messe an sich habe ich leider nicht allzu viel gesehen, dafür war es viel zu voll, aber ich habe endlich die Leute kennengelernt, die ich unbedingt treffen wollte. Einige wenige blieben leider verschollen, aber das holen wir nach . Ich habe mich so gefreut, euch alle zu treffen ❤.


Am Abend waren wir noch mit Isa und Jenni essen und haben uns ein fettes Eis gegönnt  🍦#foodporn. Wir haben immer ziemlich viel Gesprächsbedarf, deswegen wurde es wie immer etwas später. Nachdem wir uns nach 2 Mal umarmen, weil wir uns nicht trennen konnten, von Isa verabschiedet haben, sind wir gemeinsam mit Jenni ins Hotel gefahren, die ein Zimmer fast neben unserem gebucht hat 😆.
Dann sind wir auch schon ins Bett gefallen... Es war unheimlich anstrengend, aber gerne wieder!
Ich vermisse euch jetzt schon ❤.




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Dienstag, 9. Oktober 2018

REZENSION "Die Clifton-Lüge"



Titel: Die Clifton-Lüge 
Autorin: Svea Lundberg 
Seiten: 304 Seiten 
Verlag: Traumtänzer  
Genre: Gay-Romance
Preis: 12,95€




Klappentext

Nach dem Unfalltod seiner Eltern trifft Roman die drei mutigsten Entscheidungen seines Lebens: Er verkauft das teure Anwesen seines Vaters, kündigt seinen sicheren Job als Steuerfachangestellter und wandert nach Island aus. Dort will er sich endlich seiner großen Leidenschaft, dem Schreiben, widmen und zu sich selbst finden. Dabei gibt es nur zwei winzige Probleme: Er kennt weder Land und Leute, noch hat er den Mut, dies aktiv zu ändern. Denn Roman hat das Tourette-Syndrom und fühlt sich in Gesellschaft von anderen Menschen vollkommen hilflos und deplatziert. Nicht umsonst verbirgt er sein schriftstellerisches Selbst seit Jahren hinter einem geschlossenen Pseudonym. Eigentlich würde er am liebsten nie wieder unter Leute gehen, wenn da nur nicht diese Erinnerungen an eine flüchtige Begegnung und an ein paar stechend blaue Augen wären …


Meine Meinung

Svea kam auf mich zu und hat mir ihren Roman "Die Clifton-Lüge" vorgestellt und was soll ich sagen, ich war gleich begeistert! Der Klappentext klang mega spannend und auch das Thema konnte mich gleich überzeugen. Roman hat Tourette und bisher habe ich noch nie ein Buch darüber lesen dürfen. Dabei finde ich es total wichtig und auch spannend, dass über dieses Thema aufgeklärt wird, besonders, weil diesen Menschen soviel Missgunst entgegengebracht wird. Ist das nicht unglaublich schade? Ich muss zugeben, dass ich bis heute auch nicht viel über diese Krankheit wusste und beobachtet habe, wie die Leute auf Menschen mit dem Tourette-Syndrom reagieren. Sie tuscheln, sie verdrehen die Augen, sie werden wütend oder fühlen sich angegriffen. Aber habt ihr auch schon einmal darüber nachgedacht, wie sich diese Menschen selbst fühlen? Habt ihr einmal versucht, sich in ihre Lage hineinzuversetzen? 
Genau an diesem Punkt setzt die Geschichte an!
Roman hat eine unglaublich schwere Vergangenheit und direkt die erste Szene war so mitreißend, dass mich der Protagonist an die Hand genommen hat. Wie schwer es Roman hat, wird hier sehr deutlich. Er steht am Grab seiner Eltern, die eben in diesem Moment beerdigt werden, um ihn herum weinen die Verwandten und Freunde und er bekommt seinen Körper nicht unter Kontrolle, flucht und ticct... Das ist Romans Leben, damit muss es klarkommen. Kein Wunder, dass es da nach Island auswandert, um endlich seine Ruhe zu haben und neu anzufangen. Dort lernt er Kris kennen, der auf einem Hof mit Pferden zusammenarbeitet und Roman dazu einlädt, auszuhelfen. 
Zwischen den beiden knistert es, sie nähern sich einander an, doch die Ängste Romans sind nachvollziehbar. Er befürchtet nicht nur, dass Kris ihn von sich stoßen wird, sobald er des Tourettes überdrüssig geworden ist, er hat auch Angst, dass er hinter sein Geheimnis kommt. 
Nicht nur die Figuren sind unglaublich einnehmend und haben mir sehr gut gefallen, die Geschichte ist durchdacht und spannend von der ersten bis zur letzten Seite.  Erotik und Romantik sind ausgeglichen❤️.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, das Buch lässt sich demnach so weglesen. 
Einen Kritikpunkt habe ich allerdings: Ich bin kein großer Pferdeflüsterer und die Menge bzw. der Schwerpunkt auf Pferde und Reitthemen, sind bei mir nicht auf das größte Interesse gestoßen. Aber alles halb so wild. Jetzt habe ich eine Menge über den Pferdesport gelernt 👍🏻 
Ein paar Kleinigkeiten wurden in dem Roman angerissen, aber nicht weiter verfolgt. Das Augenmerk liegt damit zentral auf der Liebesgeschichte zwischen Roman und Kristjan. 

Danke, für das Rezensionsexemplar.



✫✫✫✫,4/5 STERNEN

Sonntag, 30. September 2018

REZENSION "Holding on to you"



Titel: Holding on to you – Mavis & Henry
Autorin: Natalie Elin
Erscheinungsdatum: 16.08.2018
Verlag: Hawkify Books
Format: Taschenbuch
Seiten: 364
Preis: 13,99€


Klappentext

Mavis ist überzeugter Single. Erst recht, als ihre beste Freundin Mona ihr ein gruseliges Date nach dem anderen aufdrängt. Doch dann lernt sie eines Tages Henry kennen.

Irgendwie schafft der Kerl es, sich direkt in ihr Herz zu schleichen und sie alle Vorsicht vergessen zu lassen. Bald spürt sie, dass irgendetwas mit ihm nicht stimmt. Er hat ein Geheimnis, das er versucht zu verstecken.

Bevor sie ihn kennenlernte, hätte sie nicht im Traum gedacht, jemals zu der Sorte junger Frauen zu gehören, die sich aus Liebe selbst vergessen und alles für einen Mann geben würden.


Meine Meinung

Mavis ist eine Protagonistin zum Liebhaben. Schon ab der ersten Seite hat sie mich an die Hand genommen, ich habe mit ihr gelacht und ich habe auch mit ihr geweint. Sie ist eine unglaublich einnehmende Figur, vielleicht ein bisschen trottelig und tollpatschig, das macht sie aber umso sympathischer und liebenswürdiger.
Auch Henry ist ein wirklich toll ausgearbeiteter Charakter, der jedoch bis zum Schluss ein großes Fragezeichen hinterlässt. Muss aber so sein! Denn auch Mavis wird nicht so ganz aus ihm schlau und auch ihr bleibt er ein Geheimnis.
Weltbewegende Ereignisse passieren in diesem Roman nicht, dafür wird die Gefühlswelt unserer Protagonistin ganz schön aufgewühlt, als sie Henry über eine Social Media Plattform kennenlernt und mit ihm in Kontakt kommt. Sie verstehen sich auf Anhieb und scheinen auf der gleichen Wellenlänge zu sein. Aus den Chats werden Telefonate, aus den Telefonate werden die ersten Dates. 
Henry scheint ein richtiger Traummann zu sein. Er ist zuvorkommend und aufmerksam, sieht dazu auch noch toll aus! Alles scheint perfekt. Doch der Schein trügt bekanntlich. 
Alle möglichen Szenarien spielen sich in Mavis Kopf ab, als sich Henry für ein paar Tage nicht mehr meldet. Hat sie etwas falsch gemacht? Mag er sie nicht mehr? 
Natalie hat es geschafft, ein sehr sensibles Thema in die Geschichte einzuflechten, das hat mir außerordentlich gut gefallen. Viel zu selten werden realistische Romane, mit realistischen Charakteren geschrieben! Ich bin sehr froh, dass HOLDING ON TO YOU ein solcher Roman ist.
Er hat mich von der ersten bis zur letzten Seite mitgerissen, ich habe alle Höhen und Tiefen von Mavis miterlebt und das lag mitunter an der ganz besonderen Schreibweise von Natalie, die mir sehr sehr gut gefallen hat.

Ein absolutes Highlight in diesem Jahr, wie ich finde und niemand sollte es sich entgehen lassen, diesen Roman zu lesen. Wenn doch: Ihr habt etwas verpasst!

✫✫✫✫✫/ 5 STERNEN

Freitag, 7. September 2018

REZENSION "Herzflüstern"


Titel: Herzflüstern
Autorin: Katharina B. Gross
Erscheinungsdatum: 07.05.2018
Taschenbuch : 08.06.2018
Verlag : Forever
ISBN: 9783958189713
Seiten: 336 Seiten
Preis: ePub 3.99€, TB 15€

"Meine Eltern sagen immer wieder, dass wir etwas besonders sind, egal welche Fehler wir machen oder wen wir lieben"

Klappentext

Ein Roman über die erste große Liebe und die Kämpfe, die es für sie auszutragen gilt!
Julian weiß, er ist ein Spätzünder was Mädchen angeht. Bisher hat ihn aber auch noch Keine so richtig interessiert. Umso mehr überrascht es ihn, als er Markus trifft, der ihm von jetzt auf gleich den Kopf verdreht. Obendrein ist Markus der neue Praktikant an seiner Schule und damit eigentlich tabu. Aber Julian ist nicht schwul, nicht mal bi, so wie sein bester Kumpel Tim. Oder? Immer öfter sucht er Markus‘ Nähe und zwischen den beiden entwickelt sich ein zartes Gefühlsband. Aber es scheint, als dürfte das leise Flüstern ihrer Herzen nicht lauter werden. Denn nicht nur Julians Mutter ist von der Idee, ihr Sohn könnte schwul sein, ganz und gar nicht begeistert. Auch Markus‘ schwierige Vergangenheit holt die beiden ein …

Meine Meinung

Herzflüstern ist nun wirklich nicht die erste Gay Romance, die ich bisher gelesen habe, aber dieser Roman hatte einen erfrischenden Plot und konnte sich von den meisten 0815 Liebesgeschichten abheben. Julian ist noch Schüler und scheint ganz normal, dann lernt er zufällig bei einem Spaziergang den neuen Praktikanten der Schule kennen und spürt Gefühle in ihm aufkeimen. Eine solche Schüler-Lehrer-Konstellation kenne ich bisher nur aus Manga und es störte mich meist, dass die Lehrer weitaus älter sind als der Love Interest. Dies wird hier vermieden, indem es sich bei Markus, dem Angebeteten, lediglich um einen Praktikanten handelt. 
Leider verrät der Klappentext für meinen Geschmack schon zu viel, als dass ich hier noch groß etwas zur Handlung sagen möchte, damit ihr nicht gespoilert werdet. An einigen Stellen gab es ein paar Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte, dadurch konnte mich die Story auch bis zum Schluss packen. 
Auch wenn die Figuren für mich beide noch etwas Luft nach oben gehabt hätten, konnten die Gefühle und vor allem das Gefühlschaos sehr gut vermittelt werden. Dadurch werden auch die negativen Seiten der ersten Liebe, vor allem der ersten schwulen Liebe beleuchtet. Julian handelt sehr emotional und teilweise widersprüchlich, was sein aufgewühltes Inneres gut zur Geltung brachte. Markus dagegen blieb für mich an manchen Stellen ein wenig undurchschaubar, möglicherweise lag das auch an der Ich-Perspektive von Julian. Trotzdem fand ich seinen Charakter einnehmend und er war mir von Anfang an sympathisch. 
Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen, nicht zu übertrieben, gut und flüssig lesbar. Für einen 18jährigen Protagonisten, aus dessen Erzählperspektive wir lesen, vollkommen angemessen. Somit konnte ich mich super in ihn einfühlen und hatte an keiner Stelle das Gefühl, dass ein übergeordneter Erzähler in das Geschehen eingreift. 

So gut mir die Geschichte und die Charaktere gefallen haben, einen Kritikpunkt habe ich allerdings. An manchen Stellen wirkt der Roman bewusst "konstruiert", ein ungeübten Leser, der aus reinem Vergnügen und nicht unbedingt mit kritischem Blick liest, wird sich an so etwas nicht stören. Bis zum Ende habe ich mich aber zum Beispiel gefragt, ob es tatsächlich Lehrerpraktikanten gibt. Ich habe jedenfalls noch keinen getroffen.

Besonders gut gefallen hat mir, dass in diesem Roman nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen ist, sondern dass auch Themen wie Homophobie und die Konsequenzen eines Coming outs angesprochen werden. Und trotzdem stehlen sie der einfühlsamen Liebesgeschichte zwischen Julian und Markus nicht die Show. 

✫✫✫✫,5/ 5 STERNEN

Samstag, 25. August 2018

REZENSION "Unser Platz in dieser Welt"


Titel: Unser Platz in dieser Welt
Band: Einzelband
Autorin: Luisa Strunk
Illustrator: Laura Newman
Verlag: Selfpublished
Seiten: 444 Seiten
Erschienen als: Taschenbuch, E-Book
Preis: 14,99€
Genre: YA


Klappentext

Was, wenn es ein Mädchen ist, das dein Herz höherschlagen lässt? Freunde finden. Irgendwo dazugehören. Sich verlieben. Ganz normale Wünsche für ein 16-jähriges Mädchen. Aber nicht für Marie, die seit Jahren unter den Angriffen ihrer Mitschüler leidet und die Hoffnung, sich weniger einsam zu fühlen, längst aufgegeben hat. Stattdessen findet sie Zuflucht in ihren Büchern. Als sie eines Abends jedoch ausgerechnet Gwen, das Mädchen mit den blonden Locken und den traurigen Augen, trifft, will sie sich nicht länger verstecken. Es dauert nicht lange, bis sich zwischen den beiden eine innige Freundschaft entwickelt.

Zum ersten Mal in ihrem Leben ist Marie glücklich. Alles scheint perfekt. Wäre da nicht ihr Herz, das jedes Mal verrücktspielt, wenn sie in Gwens Nähe ist. Überfordert von ihren Gefühlen droht die Freundschaft zu zerbrechen.

Meine Meinung

Ich bin überrascht worden, muss ich sagen; positiv. Ich habe mit einer süßen Liebesgeschichte zwischen zwei Mädchen gerechnet und habe doch so viel mehr bekommen. 
Das lag zu einem großen Teil an den wunderbaren Protagonistinnen, besonders an Marie. Sie wirkte so echt, anfassbar und emotional. Ich bin sicher, dass sich eine Vielzahl an Mädchen in diesem Alter, aber auch Jungs, mit ihr identifizieren können. Wer hat es nicht einmal am eigenen Leib erfahren, wie es ist, ausgegrenzt zu werden und das Gefühl zu haben, man "gehört einfach nicht dazu"? Marie konnte mich mit ihrem Wesen und Charakter als Bücherwurm und introvertierter Mensch an die Hand nehmen. Dadurch enthält der Roman einen großen Teil an inneren Monologen, aber genau das fand ich super! Man kann miterleben, was in Marie vorgeht, wie sie sich fühlt und warum sie in bestimmten Situationen wie handelt. Man bekommt zu spüren, wie sehr die Autorin, Luisa, in ihre Figuren verliebt war und mit wie viel Herzblut sie sie entworfen hat. Nicht nur dies macht die Geschichte so besonders in diesem Genre. 
Auch die Handlung war spannend von der ersten bis zu letzten Seite. Wir lernen Marie in ihrem natürlichen Habitat als Außenseiterin und Bücherwurm kennen und werden mitgenommen auf ihrer Reise, die die Freundschaft mit Gwen, der ersten großen Liebe und vielen schönen Augenblicken beinhaltet. Die Liebesgeschichte ist unheimlich zart und romantisch beschrieben, Klischees finden wir hier in keinster Weise. 
Die Aufmachung des Romans hat mich überrascht. Wir haben nicht nur einen simplen Fließtext, sondern finden immer wieder kleine Varianzen, die den Textfluss ein wenig auflockern und interessant gestalten...

Gebt diesem wunderbaren Roman eine Chance, er wird euch nicht mehr so schnell loslassen, das verspreche ich euch! Auf jeden Fall eine Leseempfehlung von mir für jedes Alter, für jedes Geschlecht. 
Danke für diese wunderbare Geschichte, Luisa (und auch das Rezensionsexemplar 💗).

✫✫✫✫✫/ 5 STERNEN

Donnerstag, 23. August 2018

"Jeder kann studieren...", haben sie gesagt.

Hallo ihr Lieben, 

und danke an alle, die bei der Umfrage auf Instagram teilgenommen haben. Das zeigt mir, dass ihr doch relativ viele Fragen habt  und vor allem Interesse an dem Thema besteht. Deswegen möchte ich heute meine Erfahrungen mit euch teilen, um euch einen Einblick zu geben, wie es mir ergangen ist. 



Ich werde ehrlich mit euch sein, wie ich es immer bin. Ich habe meinen Master lediglich gemacht, um die Zeit zu überbrücken, bis René mit seiner Ausbildung fertig ist, da wir ja ohnehin geplant hatten, umzuziehen. Es hätte in meinen Augen einfach kein Sinn gemacht, eine Stelle für 1,5 Jahre anzunehmen. Und die Wahrscheinlichkeit, dass ich hier in Meersburg irgendetwas Vernünftiges gefunden hätte, war verschwindent gering. Ich habe mich also für den Masterstudiengang Germanistik entschieden (mehr zum Studieninhalt findet ihr HIER). Die Dozenten auf der Universität Konstanz, die den Fachbereich Mediävistik bedienen, sind unheimlich toll und zählen vermutlich zu den besten auf dem Gebiet. Es war immer unheimlich spannend und doch... Von der Studienordnung fand ich den Master sogar noch unstrukturierter als den Bachelor. Das ist natürlich von Uni zu Uni verschieden, aber ich habe mir mein Studium anders vorgestellt. Dass ich endlich das lernen kann, was ich will. Im Endeffekt habe ich zu einem großen Teil wieder das eingetrichtert bekommen, was mich nicht interessiert, denn die meisten Seminare im Master sind Pflichtseminare, das heißt man kann sie sich nicht aussuchen und muss sie besuchen. Dann kann schon einmal passieren, dass man zum aberdutzendsten Mal einen Kurs über die Literatur der NS Zeit besuchen muss und ich kann euch sagen, mir hing dieses Thema schon nach dem Abi zum Hals raus und es hatte einfach rein gar nichts mit meinem Schwerpunkt zutun, der sich mit mittelalterlicher Literatur beschäftigen sollte. Das fand ich enttäuschend. 

Was ich einmal werden wollte, wenn ich groß war...

Was ich mit meinem Studium anfangen wollte, wurde ich seit dem ersten Semester gefragt und ich habe immer enthusiastisch geantwortet, dass ich in den Verlag, Zeitung oder etwas mit TV machen möchte. Ich habe dann ein paar Praktika gemacht, Schlüsselqualifikationen besucht und so weiter, um herauszufinden, dass Zeitung nichts für mich ist. Natürlich hatte ich schon früh den Traum irgendwo in den Verlag zu gehen, aber ich kann euch sagen:Die Verlage sind bekloppt und das meine ich ernst, keiner ist davon ausgenommen. Für ein Praktikum sollst du am besten schon mehrjährige Berufserfahrung mitbringen, mehrere Sprachen sprechen, bereits Erfahrungen im Lektorat gesammelt haben und die Volontariate werden eher dürftig bezahlt. Es ist mir immer noch ein Rätsel warum ich nicht zu einem einzigen Vorstellungsgespräch eingeladen wurde, denn mein Bachelorabschluss lag unter 2,0, ich hatte einen baldigen Masterabschluss und langjährige Berufserfahrung im Buchhandel, und entsprach auch allen anderen Anforderungen. Man hielt es nicht einmal für nötig, mir auf meine Bewerbungen zu antworten, sie verschwanden im schwarzen Loch und das ganze Bewerbungs-  verfahren verlief im Sande. Es war frustrierend und ich habe an mir selbst gezweifelt. Das war eine schwere Zeit für mich und ich habe alles in Frage gestellt. 
Jetzt weiß ich, ich BIN gut genug, ich ERFORDERE alle Voraussetzungen, ich KANN etwas. Wenn man das nicht zu schätzen weiß, dann muss man ohne mich auskommen 😎. Wenn ihr also etwas in den Geisteswissenschaften (nicht auf Lehramt) studieren wollt, legt euch ein dickes Fell zu und lernt damit, mit Rückschlägen zurechtzukommen. Die wenigsten machen am Ende das, was der Fachbereich einem verspricht und in eurem Traumberuf Fuß zu fassen -ich vermute stark, dass das bei den meisten von euch Bücherwürmen das Lektorat oder generell der Verlag ist- ist reine Glückssache.

Was ich jetzt mache...

Gut, habe ich dann gesagt und mit dem Thema recht schnell abgeschlossen und mir die Frage gestellt, worin ich wirklich gut bin und was mir Freude bereitet. Vor einem Jahr habe ich meinen Account Mr.Exlibris ins Leben gerufen und verbringe seither einen Großteil meiner Zeit damit, Beiträge zu verfassen, Bilder zu machen, mit der Community in Verbindung zu stehen, mich mit Agenturen und Verlagen auszutauschen, Werbung für Novitäten zu machen. Und ich gehe darin auf! Das ist es, was ich kann! Das ist es, worin ich mich weiterentwickelt möchte, denn ich halte die Social Media Platformen und den Austausch, der dort stattfindet, für super wichtig und gehaltvoll. 
Ich habe also komplett umgedacht und mich im Markting und Social Media Bereich umgesehen. Auch hier ist es üblich, ein sogenanntes Traineeprogramm zu machen, das im Grunde vom Sinngehalt auch nicht viel anders als ein Volontariat ist. Ich habe mir einige Stellen herausgesucht und mich darauf beworben, hauptsächlich in Hamburg, denn wir wollten ja ohnehin dorthin ziehen. 

Und siehe da! Hier kamen die ersten positiven Rückmeldungen, man wollte mich kennenlernen, man sagte mir, dass den Recruitern meine "Arbeit" auf Instagram und mein "öffentlicher Auftritt" im Internet gefällt und das obwohl ich nicht einmal Marketing oder ähnliches studiert habe. Das hat mein kleines Herz natürlich höher schlagen lassen. 
Bei insgesamt zwei Bewerbunsgesprächen war ich gewesen, bei dem einen wusste ich gleich danach, dass es nicht passt, bei dem anderen habe ich gehofft und gebangt, denn ich wollte unbedingt Teil des Teams werden. Insgesamt 1,5 Stunden habe ich mich mit dem Chef unterhalten, über die Agentur, über meinen Instagramaccount... es war einfach unheimlich erfrischend und toll sich mit jemandem über diese Dinge auszutauschen, zu hören, dass meine Arbeit gewürdigt wird und dass ich super auf die Stelle passen würden. Ich werde diese Stelle im Oktober annehmen und ganz ehrlich, ich freue mich echt darauf! Apropos... auch das Gehalt im Traineeprogramm, das nur halb so lang geht wie ein Volontariat, ist fast doppelt so hoch als bei einem Verlag. Soviel zur Vergütung, denn das ist ja ein nicht unwichtiger Punkt. 

Was ich also empfehle...

Man behauptet immer und überall, dass es jedem möglich ist, zu studieren. Prinzipiell ja, nur rechnet damit, dass ihr hohe Schulden auf euch nehmen müsst, wenn ihr von euren Eltern nicht unterstützt werden könnt. Faktum ist, wer aus reichem Haus kommt, hat einen besseren Abschluss. Das ist so und wird erst einmal so bleiben. Denn wenn ihr keine finanzielle Unterstützung bekommt, müsst ihr neben dem Studium arbeiten gehen und das nicht wenig, das heißt im Umkehrschluss ihr habt weniger Zeit zum Lernen, zieht das Studium deswegen vielleicht in die Länge... Deswegen macht euch schon vorher bewusst, was ihr studieren wollt und mit welchem Abschluss. Lehramtler haben zum Beispiel bessere Aussichten als ein Absolvent mit einem "einfacher" Bachelor oder Master. 
Natürlich empfehle ich trotzdem ein Studium, denn es geht mehr um das Studieren an sich, als um das, was man studiert hat. Das Studium war auf jeden Fall eine schöne Zeit, die ich nicht missen möchte, ob es mir etwas für meinen weiteren Lebensweg gebracht hat, daran zweifel ich noch ein bisschen. 
Noch ein abschließender Tipp: Seht ihr dem Ende des Studiums entgegen, nutzt die Gelegenheit und geht zum Arbeitsamt, um ein arbeitssuchend zu melden. Aus Erfahrungen, und das kann vermutlich jeder bestätigen, brauchen Ämter einfach immer ein gefühltes halbes Leben, um Anträge zu bearbeiten. Ihr könnt euch auch schon 3 Monate vor dem Ende eures Studiums arbeitssuchend (nicht arbeitslos) melden und bekommt dort ein Beratungsgespräch, Jobvorschläge und Hilfe. Außerdem habt ihr somit eine Chance, einfacher und schneller an Arbeitslosengeld zu kommen, wenn ihr für 2 oder 3 Monate nach dem Studium immer noch nichts gefunden haben solltet und keine finanzielle Absicherung habt. Greift auf diese Maßnahme zurück, es wird euch keiner verübeln.

Nun bin ich einfach super froh, dass ich mich verwirklichen kann und die Chance habe, das zu machen, worauf ich wirklich total Lust habe! 
Wenn ihr Fragen, Anregungen oder ähnliches habt, schreibt mir einfach auf Instagram und ich wir können uns darüber austauschen!💓

Donnerstag, 2. August 2018

REZENSION "No Return - Gebrochene Herzen"




Titel: No Return - Gebrochene Herzen
Autorin: Jennifer Wolf
Verlag: Impress
Seiten: 282
Erscheinungsdatum: 02. August 2018
Preis: EPUB 3,99€
ASIN: B07FCS2BLY

Mehr Infos gibt´s HIER

Klappentext

**The Love of a Star** 
Mädchenkreischen, Fangetümmel, Blitzlichter… Zur angesagtesten Boyband der Welt zu gehören, ist nicht für jedermann, aber ganz bestimmt für Shane. Keinem steht der Ruhm besser als dem blonden Sonnyboy mit dem umwerfenden Kameralächeln und keiner weiß ihn mehr zu genießen als er. Ob hübsche Fangirls oder süße Poolboys, in Shanes Hotelzimmern sind schon so einige verschwunden, nur sein Herz berührt hat bislang keiner. Bis zu der einen Nacht mit Fabian. Denn was ein einfacher One-Night-Stand sein sollte, entpuppt sich bald als Kehrtwendung nicht nur in Shanes, sondern auch in Fabians Leben…



Meine Meinung

Noch nie war ich bei der Entstehung eines Buches so hautnah dabei wie dieses Mal. Schon ab Band 1 habe ich gehofft, dass Shane seine eigene Geschichte bekommt, denn ich fand ihn einfach wahnsinnig interessant. Nach Band 2 konnte ich mir schon ein bisschen mehr Hoffnungen machen und dann kam der Tag, an dem Jenni mich anschrieb und tatsächlich fragte, ob René und ich auf das Cover für No Return 3 (Shane und Fabian) kommen möchten. Ein Träumchen, Leute! Das alles war natürlich super spannend. Ich durfte No Return 3 als einer der Ersten lesen und mich mit Jenni darüber austauschen. 
Die Charaktere sind mir einfach unheimlich ans Herz gewachsen. Fay, der süße deutsche Tänzer und Shane sind einfach zwei Charaktere, die unheimlich echt scheinen und einen an die Hand nehmen. Man kann mit ihnen lachen und weinen. Shane und Fabian gehören einfach zusammen #shanian.  Auch die anderen Charaktere aus der No Return Reihe kommen natürlich nicht zu kurz. Die Bandkollegen, sowie Fays beste Freundin und auch die Managerin haben von sich hören lassen. 
Die Story an sich war mitreißend wie eh und je. Besonders spannend ist natürlich die Tatsache, dass Shane ein großer Rockstar und Fay ein (fast) unbeschriebenes Blatt ist. Er ist nicht berühmt und niemand hat bisher von ihm gehört... und trotzdem hat er ein paar düstere Geheimnisse, die noch für Spannungen sorgen werden. Ich war gleich von der ersten Seite in der Handlung drin. Wir durften die Geschichte wieder einmal aus zwei Perspektiven lesen, dadurch können wir lachen und weinen, spüren den Herzschmerz der Protagonisten und können uns perfekt in sie einfühlen und eindenken. Wir verfolgen die beiden auf ihrem schweren Weg zwischen Liebe und Ruhm und wie sie es schaffen, damit umzugehen. 
Jennis Schreibstil ist wie immer grandios. Sie spricht ernste Themen an und verpackt sie gleichzeitig mit einer Ladung Humor. Fays Englisch ist einfach zum Schießen und ja ich erkenne mich tatsächlich darin wieder =D (auch wenn ich auf dem Cover Fay repräsentiere, haben wir nicht viel gemeinsam. Das schlechte Englisch dafür aber schon! ). Sie schafft es wie so oft, die großen Gefühle in mir hervorzulocken, mich zum Schmunzeln zu bringen, mir aber auch Pipi in die Augen zu treiben. Es war eine Achterbahn der Gefühle. NO RETURN 3 ist auf jeden Fall zu einem meiner Herzensbücher geworden. 

Danke Jenni, für NO RETURN 3. Danke, dass wir dabei sein durften. Danke, dass du uns mit auf diese Reise genommen hast 💓💓💓

Natürlich und wie könnte es anders sein, gibt es dafür:

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Rezension "Scherben der Dunkelheit"

Titel : Scherben der Dunkelheit Autorin : Gesa Schwartz Genre : Fantasy Verlag : cbt (Verlagsgruppe Random House) Seitenanzahl : 5...